Die Diagnose Diabetes macht viele Betroffenen erst einmal mutlos. Eine lebenslange Krankheit, das rauscht erstmal gewaltig zwischen den Ohren, das tut beim Aussprechen weh und bleibt einem im Halse stecken. Ziemlich blöde ist das.
Die Zuckerkrankheit ist eine gefühlte Sackgasse im Leben eines Patienten. Eine sehr dunkle noch dazu. Dabei muss es das gar nicht sein, kann es manchmal sogar die Auffahrt zu der Autobahn mit den großen Zielen bedeuten.
Dass das geht, das beweisen oft prominente Diabetiker, die mutig und offen über ihre Krankheit sprechen. weiterlesen »
Immer wieder rede ich mir hier im Blog den Mund fusselig darüber, dass Sport ein wichtiges, beinahe unverzichtbares, Element einer erfolgreichen Diabetes-Therapie ist. Aber besonders für den Typ 2 Diabetiker ist Bewegung unabdingbar.
Wo ich schon im letzten Beitrag auf die guten Vorsätze eingegangen bin, kann ich da doch heute nochmal anknüpfen
. Denn außer dem Rauchen, gibt es noch ein Vorsatz, der sich jedes Jahr wieder hartnäckig manifestiert: Wer hat sich noch nicht vorgenommen, im neuen Jahr endlich mal mehr Sport zu treiben und sich mehr zu bewegen? weiterlesen »
Macht Mut: Matthias Steiner ist Diabetiker Typ 1 - und gewann Gold bei den olympischen Spielen!
Für jeden Diabetiker stellt sich bei der Diagnose die Frage, inwiefern der Sport noch möglich ist, doch sollte man sich davon niemals abhalten lassen, wie der Fall Steiner vorbildhaft zeigt! weiterlesen »
Typ 1 Diabetiker wollen oftmals nicht auf den heiß geliebten Sport verzichten und trotz Diagnose weiter ihrem Hobby nachgehen. Was bei Beachtung einiger Punkte auch kein Problem darstellen dürfte.
Nur, weil man Diabetes diagnostiziert bekommt, ist man ja noch kein neuer Mensch. Der Patient will sein Leben so normal wie nur möglich weiter führen und dazu gehört nunmal oftmals der Sport. Ob nun joggen, Fußball, radeln oder klettern - darauf verzichten muss er auch gar nicht, nur ein bisschen vorsichtiger mit den Warnzeichen seines Körpers umgehen.
Da die Muskulatur belastet wird, erhöht sich auch die Insulinempfindlichkeit, daher sollte die Dosis vorher reduziert werden oder aber genug Kohlehydrate aufgenommen werden, um dem entgegen zu wirken. Ansonsten droht schnell eine Unterzuckerung.
Jedoch ist auch das Gegenteil möglich: Eine zu stark reduzierte Insulindosis kann be längerem Sporteln zu einer diabetischen Stoffwechselentgleisung führen.
Allgemein gilt: wer lange nicht vom Sofa hoch kam, schon über zehn Jahre unter Diabetes leidet oder über fünfunddreißig Jahre alt ist, sollte sich vorher mit seinem Facharzt zusammen tun, um abzuklären, inwiefern der Sport mit der Krankheit zu vereinbaren ist. Ansonsten vor dem Schwitzen, viele Kohlehydrate essen und kleinere Zwischenmahlzheiten einplanen. Gut eignen sich da beispielsweise Obst oder Traubenzucker.
Auch den Blutzucker sollte man regelmäßig messen und viel trinken.
Und zu guter letzt: Die Insulinempfindlichkeit herrscht vierundzwanzig Stunden vor! Das heißt, auch nach dem Sport vorsichtig bleiben, regelmäßig Blutzucker messen und die Dosis dem jeweiligen Ergebnis anpassen.
Trotz aller Gefahren, die hier lauern, ist natürlich Sport auch für Diabetiker gesund, so wirkt er sich doch immer positiv auf das Herzkreislaufsystem aus und somit auch auf den Blutdruck. Die Lebensqualität verbessert sich durch regelmäßigen Sport ernorm - wenn man ihn in Maßen ,,genießt”. Gerade als Diabetiker sollte man sich hüten, sich in der Hinsicht zuviel zuzumuten. Ansonsten wünsche ich einfach viel Spaß an der Bewegung!
Rund 95 Prozent der aller Diabetes-Erkrankungen werden dem Typ 2 zugeordnet. Zunächst fand sich diese Form der Diabetes nur bei alten Menschen wieder, weshalb sie früher in der Medizin auch als „Altersdiabetes“ oder „nichtinsulinabhängiges Diabetes“ bezeichnet wurde.
Heutzutage ist der Diabetes Typ 2 in fast allen Altersschichten zu finden und die Ursachen sind hierfür äußerst vielfältig. Die Ursachen, welche für den Diabetes Typ 2 verantwortlich sind, können Übergewicht, Fehlernährung und mangelnde sportliche Aktivität sein. In den meisten Fällen ist es sogar die Summe aus allem, die zu einer Erkrankung führt.
Für die Linderung der Erkrankung werden natürlich zunächst die Ursachen in Angriff genommen. Gesunde Ernährung und die kontinuierliche Steigerung der sportlichen Aktivitäten stehen bei der Basistherapie immer im Vordergrund. Der Patient soll so lange wie möglich die Ursachen bekämpfen, bevor Tabletten oder eine Insulintherapie zum Einsatz kommen. Das Spritzen von Insulin soll sogar die allerletzte Möglichkeit darstellen, um die Symptome zu lindern. Wichtig ist, dass die Patienten eine Schulung im Umgang mit der Erkrankung erhalten, denn eine radikale Kur sowie sportliche Überlastung kann sehr empfindliche Folgen nach sich ziehen. Man muss ihn über mögliche Konsequenzen informieren und langsam an die Änderung der neuen Lebensweise heranführen.
Die neue Lebensweise sollte natürlich eine gute Mischung aus Sport und gesunder Ernährung sein, wobei man genauestens darauf achten muss, dass der Körper mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. Die Ausgewogenheit von Kohlenhydraten und Proteinen kann von zuständigen Ärzten genauestens ermittelt werden. Diese Aufstellung eines Ernährungsplanes wird zu einem wichtigen Instrument der Basistherapie für Diabetes. Erst wenn Sport und gesunde Ernährung nicht mit dem gewünschten Erfolg anschlagen, sollte man auf eine medikamentöse Behandlung zurückgreifen.