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Teures Leben für Typ-1-Diabetiker: Insulin muss selbst gezahlt werden

Autor: Julia
abgelegt in: Diabetes mellitus

Heute gibt es nur einen Meckerfritze-Beitrag. Eine Sache, die jeder weiß und um die sich trotzdem niemand (richtig) kümmert: Die Preise für Insulin-Medikamente.

Geld

Menschen mit Diabetes Typ 1 sind lebensbedrohlich krank. Führt er sich nicht manuell das Insulin zu, das seine Bauchspeicheldrüse nicht mehr produziert, so stirbt er. Das Insulin ist also ein lebensnotwendiges Hormon, wie wir alle wissen. Bei einem Typ-2-Diabetiker kann die Behandlung mit Insulin oftmals verzögert oder gar verhindert werden, denn im Unterschied zum Typ 1 produziert der Körper eines Typ-2-er´s noch Insulin, das Organ kann lediglich die Massen nicht mehr ausreichend versorgen.

Ein Typ-1-Diabetiker muss sich also lebensrettende Medikamente zuführen, sein Leben lang. Dafür geht er ungefähr alle paar Wochen zu einem Diabetologen und muss diese kaufen. Ja, genau: kaufen! Ein Diabetiker zahlt einen Teil, ca. 20 Euro, selbst. Das heißt, pro Quartal darf der Mensch erst einmal 10 Euro auf den ärztlichen Tresen legen und schließlich nochmal 20 Euro auf das Insulin drauf legen. Das sind 30 Euro. Damit ein Diabetiker weiterhin am Leben bleiben kann.

Das ist eine Frechheit! Eine bodenlose Frechheit! Und übrigens ist es auch so, dass ein Mensch, der absolut gar kein Geld hat, diesen Anteil selber zahlen muss. Für wirklich arme Schlucker gibt es lediglich die Möglichkeit, sich nach einem Jahr einen winzigen Teil gutschreiben und nachzahlen zu lassen. Da fragt man sich doch, wieso unser Land als eines der sozialsten gilt. Denn das Privileg auf Leben ist ein ganz schön kostspieliges.

Typ-1-Diabetiker sollten das Insulin von der Krankenkasse komplett bezahlt bekommen. Alles andere ist bodenlose Abzocke und eine grenzenlose Unverfrorenheit. So. Das wollte ich nur noch einmal loswerden, denn mich nervt das gewaltig!!! Hier gibt es übrigens Angebote zum Thema Insulin.


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5 Kommentare to “Teures Leben für Typ-1-Diabetiker: Insulin muss selbst gezahlt werden”

  1. Ilka schreibt:

    da stimme ich dir voll und ganz zu!!!!
    war gerade vor ein paar tagen in der apotheke und bin mit 35 euro weniger wieder raus….:-(

  2. Julia schreibt:

    Das ist echt unglaublich, oder?
    Ich beruhige mich da gar nicht mehr ^^… es geht hier doch um Leben retten, wie kann man das bloß in Rechnung stellen?

    Dann sollte man lieber ollen Tanten, die sich in der Sonne braten und das Ganze als Kururlaub von der KK wieder gutschreiben lassen, den Zuschuss verwehren und das Geld anderswo hinbefördern, wo es auch hingehört.

    *grrr*

  3. reinerzucker schreibt:

    Die FDP wird das System eh verschlechtern,
    als verbessern.

  4. max21 schreibt:

    Ich bin 21 habe seit rund 1 1/2 Jahren Diabetis Typ 1 und hab nie wirklich über die ganzen Kosten nachgedacht. Nun bin ich seit 10 Tagen arbeitslos, bin restlos blank und mein insulin ist leer. Esse seit 3tagen nur noch gemüse um meinen Blutzucker möglichst niedrig zu halten. Bin mal gespannt wie lang das gut geht. Also ich stimme diesem Artikel auf jeden fall voll und ganz bei. Es ist eine Sauerei!!!

  5. Henry - Diabetiker Typ 2 schreibt:

    Ich lasse mir meine Medikamente inkl. Insulin schon seit etlichen Jahren von der Europa-Apotheek senden (www.europa-apotheek.com).

    Das Insulin kommt gekühlt bei mir an, die Zuzahlungen betragen generell nur die Hälfte - also 5 EUR dort anstatt 10 EUR bei der Apo an der nächsten Straßenecke. Müßte ich 5 EUR bei der örtlichen Apo hinlegen, zahle ich dann bei der Versandapotheke natürlich nur 2,50 EUR. Einen kleinen Bonus gibt es außerdem auch noch.

    Meine Zahlung erfolgt immer auf Rechnung erst nach dem Erhalt der Ware. Bin bisher sehr zufrieden.

    Das Einzige worauf man achten muss, dass zwischen dem Abschicken der Rezepte (im Freiumschlag) und dem Erhalt der Medikamente per Paketdienst immer eine knappe Woche liegt. Also immer die neuen Verschreibungen rechtzeitig besorgen und nicht erst zwei Tage bevor die aktuellen Bestände alle sind …

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