Kohlenhydrate sind ein wichtiger Bestandteil der Nahrung des Menschen. Chemisch bestehen Kohlenhydrate - je nach Art - aus
kurzen bis langen Kohlenstoffketten. Glukose ist ein Monosaccharid, ein Einfachzucker. Entsprechend gibt es auch Disacharide, die so genannten Zweifachzucker und Polisacharide, die Mehrfachzucker. Chemisch unterscheiden sich die Monosacharide, Disacharide und Polysacharide in der Länge ihrer Kohlenstoffkette. Monosacharide sind die kürzesten. Entsprechend lassen sich diese auch besonders schnell vom menschlichen Organismus aufnehmen, da keine Spaltung der Verbindung mehr notwendig ist. Die aufgenommenen Monosacharide (zum Beispiel in Form von Glukose oder Fruktose) werden sofort vom Körper resorbiert und lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen.
Bei den Disachariden ist zur Aufnahme durch den menschlichen Körper die Spaltung einer Verbindung notwendig. Dafür werden durch den Körper Enzyme und Energie eingesetzt und erst nach der Aufspaltung des Disacharids in zwei Monosacharide kann das Kohlenhydrat vom Körper aufgenommen werden.
Bei den Polysachariden, also den Mehrfachzuckern, dauert die Spaltung der Verbindungen umso länger je länger die Kohlenstoffkette ist. Stärke, die unter anderem in Vollkornprodukten vorhanden ist, hat eine besonders lange Kohlenstoffkette. Um die Nährstoffe aufzunehmen, muss der Körper nun eine Vielzahl von Verbindungen unter Einsatz von Energie und Zeit spalten. So wird ein Polysacharid in einzelne Monosacharide zerlegt, die dann vom Körper aufgenommen werden und den Blutzuckerspiegel erhöhen.
Langkettige Kohlenhydrate aufzunehmen hat den Vorteil, dass der Körper zur Aufnahme der Nährstoffe mehr Zeit benötigt und der Blutzuckerspiegel aus diesem Grund nur langsam ansteigt. Aus diesem biochemischen Grund sind langkettige Kohlenhydrate bei einer gesunden Ernährung und insbesondere auch bei Diabetes mellitus zu bevorzugen. Langkettige Kohlenhydrate (Polysacharide) finden sich vor allem in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und anderen stärkehaltigen Lebensmitteln.
Jedes Jahr regelmäßig zum Jahresanfang hat ein Vorsatz Hochkonjunktur: Ich möchte mein Körperfett reduzieren, abnehmen und mich gesund ernähren. Weniger Fast Food soll es sein und mehr Obst und Gemüse. Und bewegen wollte ich mich auch viel häufiger. Die meisten Leute vergessen ihre guten Vorsätze jedoch schon sehr bald. Grund genug für mich noch einmal die Grundregeln gesunder Ernährung zusammenzustellen und so einen kleinen Beitrag zum Aufrechterhalten der guten Vorsätze zu leisten.
Die Grundregeln gesunder Ernährung
1. Iss und trink was Du willst - aber in Maßen. Es klingt einfach, leider ist es das aber nicht, denn wer bestimmt wann das Maß voll ist? Genau das ist der Grund warum in Diäten und Ernährungsratgebern genaue Mengenangaben gemacht werden. Der Mensch neigt einfach dazu ausschweifend zu konsumieren und in einer Gesellschaft des Überflusses den Blick für das Wesentliche zu verlieren. Wir können alles zu jeder Zeit haben - und genau deshalb ist es so schwer sich selbst einzuschränken.
2. Nimm möglichst wenig Zucker mit der Nahrung auf. Zucker ist leere Energie. Er treibt den Blutzuckerspiegel hoch und begünstigt dadurch die Entstehung von Diabetes. Daher sollte möglichst auf Einfachzucker verzichtet werden. Zucker ist die einfachste Form der Kohlenhydrate, dem Energielieferanten des Körpers. Auch sollte auf Alkohol verzichtet werden, da dieser sehr viel Zucker enthält.
3. Deine Nahrung sollte möglichst aus frischen Zutaten, aus viel Obst und Gemüse bestehen. Der einfachste Tipp für eine gesunde Ernährung ist noch immer jeden Tag frisch einkaufen zu gehen. Auf diesem Weg ist man gezwungen nur die Lebensmittel zu kaufen, die man an diesem Tag verbraucht. Ein guter Nebeneffekt dabei ist, dass sich im Kühlschrank nicht zu viele Lebensmittel ansammeln, über die man bei Bedarf einfach herfallen kann. Zudem hat man so auch jeden Tag ein bisschen Bewegung im Alltag. Auch in der Gastronomie (Gastronomiebedarf) und beim Restaurantbesuch sollte auf gesunde Zutaten geachtet werden.