Die Pumpentherapie ist derzeit die fortschrittlichste auf dem Markt für Typ 1 Diabetiker. Das soll sich aber bald ändern.
,,Irren ist menschlich.” Genau. Und der Mensch macht gerne selbstverschuldete Fehler. Auch, wenn die Insulinpumpe selbstständig das
erforderliche Insulin injeziert - programmieren muss der Patient immer noch selbst. Deshalb sind Blutzucker-Schwankungen auch bei einem gut eingestellten Diabetiker eine ganz normale Geschichte.
Das soll sich aber bald - vielleicht schon in einigen Jahren - ändern. Mit einer künstlichen Bauchspeicheldrüse sollen die menschlichen Fehler ausgeschlossen werden und die Natur maschinell nachgeahmt. Bei diesem System soll der Dauer-Blutzuckermonitor und die Insulinpumpe zu dieser ,,vereint” werden, was fehlt, ist das Programm, welches Blutzuckerschwankungen erkennt und dementsprechend darauf reagiert.
Besonders reizvoll wäre dieses Roboter-Organ für die Nächte eines Diabetikers. Hier schläft dieser nämlich und kann ausschreitende Blutzuckerwerte nicht rechtzeitig erkennen. Das könnte also die Maschine übernehmen. weiterlesen »
Wie versprochen, heute der zweite Teil für die ,,Pumpies” (wie die Pumpenträger/innen zärtlicherweise
in ,,Fachkreisen” genannt werden) unter uns oder besser gesagt, diejenigen, die es werden wollen.
Die kleine, unafällige Pumpe wird nah am Körper getragen und wurde eingeführt, weil sie die Bauchspeicheldrüse am besten nachahmen kann. Fast fünfhundert mal am Tag gibt sie über einen Katheter Insulin ab, so, dass der Patient im Grunde stündlich die perfekte Dosierung über leichte Programmierung und ein paar Knopfdrücke einstellen kann. Sehr bequem also, für den geschulten Diabetiker
.
Aber natürlich ist es nicht ganz so einfach, wie ich es erzähle. Die Wirklichkeit wartet oft noch mit einigen Schwierigkeiten auf, die erst einmal überwunden werden müssen, bevor die Bequemlichkeit vollends ausgenutzt werden kann. Um die Pumpe zu beherrschen, muss man gut geschult sein und sich wirklich in allem auskennen, damit die Einstellungen nicht stümperhaft werden und man sich selbst sogar damit gefährdet. Des Weiteren ist sie sehr teuer und wird daher nicht jedem von der Kasse bewilligt. Daher ist diese Therapieform denjenigen vorbehalten, die sich vorher mit der Basis-Bolus-Therapie behandelt haben.
Davon, dass es nicht jedem möglich ist, die persönliche Hemmschwelle zu überwinden, mit einem ständigen ,,Pikser” im Bauch zu leben und zudem noch permanent an ein kleines Maschinchen ,,angeschlossen” zu sein, habe ich ja schon im letzten Artikel erzählt.
Anfänglich hilft ein Diabetologe mit der Erstellung eines Planes, wie du das Insulin einteilen musst. Besonders der Essens-Bolus wirft für manche Fragen auf. Später sollte man sich den Plan selber erstellen können, da man sich ja selbst am besten kennt und weiß, was einem ,,gut” tut und was eben nicht.
Kommen wir zum unangenehmen Teil der Pumpe, dem gefürchteten Katheter, den du mindestens alle zwei Tage wechseln musst! Hierbei ist zu allererst der Einstichpunkt zu beachten, ,,Lieblingsstellen” sind zwar verheißungsvoll, schaden dir aber eher. Denn du bekommst schnell Verwucherungen und unschöne Verhärterungen, die das Insulin beim Wirken aufhalten. Also lieber abwechseln. Die meisten tragen das Gerät am Bauch oder an der Hüfte und teilen den Bauch dabei in vier Bereiche ein, unter denen sie jeweils immer die Einstichlage wechseln. Dabei nicht zu nahe an den Bauchnabel kommen und Sicherheitsabstand wahren.
Dann gibt es noch Unterschiede beim Material. Es gibt Teflon-, aber auch Stahlkanülen - für welche du dich entscheidest, bleibt dir selbst überlassen.
Und dann noch die Länge. Wie lang dein Katheter sein soll, kannst du ebenfalls selber entscheiden. Aber bevor du dich zu früh freust: Eine kurze Nadel muss nicht unbedingt die bessere sein, denn diese löst sich schneller aus dem Gewebe als eine längere. Hinzu kommt, dass eine längere Kanüle zumeist für mehr Spielraum, also Flexibilität, sorgt, was dir im Alltag helfen wird. Am besten probierst du einfach aus, was dir am meisten liegt und entscheidest dich dann.
Wer sich ,,traut”, sollte sich auf keinen Fall scheuen, sich mit der Pumpe auseinander zu setzen. Sie ist nämlich die bewährteste und modernste Therapieform für den Diabetes mellitus. Davon abgesehen kann es unheuer entlastend sein, auf die täglichen Spritzen zu verzichten, die du normal mehrmals setzen musst. Ein weiterer Pluspunkt, der für die künstliche Bauchspeicheldrüse spricht
.
Als Diabetiker, besonders mit Typ 1, muss man sich ausreichende Gedanken über seine Therapieform machen. Fundiertes Wissen ist natürlich unabdingbar bei dieser weitreichenden Entscheidung.
Ich habe euch ja schon von der Basis-Bolus-Therapie erzählt und auch, was es für medikamentöse Alternativen beim Typ 2 gibt. Heute – und voraussichtlich im nächsten Artikel - gehe ich auf noch eine ganz andere Therapieform ein: die sogenannte Pumpentherapie.
Die Pumpentherapie ist im weitläufigen Sinne die Weiterentwicklung der Basis-Bolus-Therapie, die ja die ständige und selbstständige Insulininjektion meint, bei der explizit geschultes Wissen absolut notwendig ist, um seinen Blutzucker gut einstellen und ein, den Umständen entsprechend, normales Leben führen zu können.
Punpentherapie. Das klingt ja erst einmal nach Stirnrunzeln. Unter einer Pumpe stelle ich mir sofort einen platten Fahrradreifen vor, der mit Luft aufgefüllt werden muss. So einfach ist es beim Diabetes leider nicht
. Okay, blöder Witz beiseite…
kommen wir zum Thema. weiterlesen »
Wie angekündigt, gehe ich in diesem Artikel auf die verschiedenen Medikamente ein, die für die Therapie von Diabetes Typ 2 angewendet werden.
Für die medikamentöse Therapie gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, die der jeweiligen Diabetes-Persönlichkeit zusprechen oder eben nicht. Daher sollte man sich als Diabetiker gut informieren (lassen), um sich für das für ihn richtige Medikament zu entscheiden.
Ich stelle hier eine Reihe von Wirkstoffen vor und wozu sie gut sind. weiterlesen »
Wer sich selber sein Insulin spritzt, muss einiges beachten, denn ein Pieks ist nicht gleich ein Pieks
!
Denn je nachdem, wie und wo gespritzt wird, wirkt das Insulin und hat somit Einfluss auf den Blutzuckerwert. Generell sticht man die Spritze in das Unterhautgewebe, was die gängige Variante ist. Aber auch die intramuskuläre Injektion ist möglich, was eine schnellere Wirkung des Insulins zur Folge hat, da ein Muskel höher durchblutet ist und dieses logischerweise die Resorption fördert. weiterlesen »
Wie versprochen gehe ich im heutigen Artikel noch einmal näher auf die Basis-Bolus-Therapie ein.
Bei dieser Therapieform versucht der Diabetiker die natürliche Insulinausschüttung - die ja beim Diabetiker nicht mehr funktioniert - des Körpers nachzuahmen. Keine leichte Aufgabe, eben eine große Herausforderung! weiterlesen »
Die Basis-Bolus-Therapie beim Diabetiker mit Typ 1 kann zur größeren Selbstständigkeit und Freiheit führen - aber sie erfordert auch ein höheres Maß an Selbstdisziplin.
Diese Therapieform bedeutet, dass der Patient seinen Blutzucker regelmäßig selber testet, das erforderliche Insulin selber dosiert und auch mehrmals am Tag spritzt. Dafür kann der Diabetiker dann auch alles essen, trinken und sich bewegen, wie er möchte - wenn er verantwortlich mit seinen Blutzuckerwerten umgeht und die einzelnen Faktoren in diesen Wert immer mit einbezieht.
Vielleicht ist es nicht immer angenehm, sich ständig in den Finger piksen oder Spritzen setzen zu müssen, jedoch kann der Diabetiker sein Leben wieder selber in der Hand haben, kann selbstständig schalten und walten und den Diabetes in seinen Alltag integrieren, wie er selber es für richtig hält. Eine eigenverantwortliche Handhabungsweise verhindert Folgeerkrankungen und erhält die Gesundheit.
Logisch.
,,Problematisch” ist es vielleicht, wenn der Diabetiker unverantwortlich, vergesslich und unwissend handelt. Bei dieser selbstständigen Therapieform ist es unabdingbar, über seine Krankheit explizit Bescheid zu wissen. Da kann eine zweiwöchige Schulung, die mittlerweile ja auch schon fast die Regel ist, Abhilfe schaffen. Aber das allein reicht noch nicht. Da ab sofort auch für jeden Apfel berechnet werden muss, ist es wichtig, zu wissen, was in den Sachen, die man isst, so drin steckt. Und was diese für einen Einfluss auf meinen Blutzucker haben.
Es dauert sicherlich seine Zeit, bis man perfekt ,,eingestellt” ist und sich eine gewisse Routine eingespielt hat. Da der Blutzucker nicht nur von den Essgewohnheiten, sondern auch von dem ganzen restlichen Leben, beeinflusst wird, ist es Grundvorraussetzung, seinen Körper genau zu kennen und auch auf ihn zu hören. Alkohol, sportliche Bewegung und auch Stress können den Blutzucker genauso ,,reizen” wie das Stück Schokolade, das ,,ohne Rücksicht auf Verluste“, gegessen wird.
In den folgenden Artikeln werde ich noch näher auf diese Therapieform eingehen.
Keine Frage - Diabetes ist ein vielschichtiges, großes Thema, zu dem man allerhand wissen muss, um einer guten Therapie wirklich gerecht werden zu können.
Man wächst an seinen Herausforderungen. So auch Eltern, deren Kinder an Diabetes erkranken. Was anfangs wie eine unüberwindbare Hürde scheint, wird nach und nach ein Teil des Alltags und auch, wenn viele Ängste bleiben, so verschwindet doch oftmals die Unsicherheit. weiterlesen »
Jedem Diabetiker wird ans Herz gelegt, ein Tagebuch zur Kontrolle seines Stoffwechsels zu führen.
Tagebuchschreiben klingt erst einmal nach ödem Zeitvertreib, dem die meisten eher missgünstig gegenüber stehen. Jedoch ist diese Arbeit für eine gute Therapieeinstellung unerlässlich, denn er liefert dem Diabetologen wichtige Erkenntnisse. weiterlesen »
Besondes Typ 1 Diabetiker haben mit dieser Nebenerscheinung zu kämpfen: Eine leichte Unterzuckerung tritt oftmals mehrmals die Woche auf und sollte deshalb mit ausreichender Aufmerksamkeit beobachtet werden.
Als ich mit besagtem Freund, von dem ich euch im letzten Beitrag erzählt habe, einmal unterwegs gewesen bin, passierte es, dass er plötzlich ganz ,,fahrig” wurde, immer nervöser und mir schließlich grundlos agressiv über den Mund fuhr. Huch, dachte ich etwas irritiert, bis er zielstrebig auf einen Bäcker zumarschierte: ,,Ich muss jetzt was essen!”
Da machte es dann ,,Klick” in meinem etwas langsamen Hirn.
Unterzuckert! weiterlesen »