Diabetesrisiko

Diabetes & Diabetesvorsorge
 


Phimose durch Diabetes - Wenn unten nicht mehr alles stimmt…

Autor: Doris
abgelegt in: Folgekrankheiten

Mediziner sind sich einig darüber, dass im Falle einer neu entstandenen Phimose, Patienten unbedingt auf Diabetes getestet werden müssen, denn diese kann Auslöser der so unangenehmen Krankheit sein.

Bild von ukenumbra2 © Flickr

Phimose - Krankheitsbild

Phimose ist unter der Bezeichnung Vorhautverengungen den meisten ein Begriff. Kennzeichnend für die Phimose ist, dass man(n) die Vorhaut gar nicht mehr, beziehungsweise nur unter Schmerzen zurückziehen kann. Die Vorhautverengungen ist an sich keine schlimme Krankheit, kann aber unangenehme Begleiterscheinungen mit sich bringen. So entstehen auf Grund von Hygieneproblemen oftmals schmerzhafte Entzündungen der Vorhaut. Auch die Harnentleerung kann bei manchen Männern auf Grund der Verengung nur erschwert vollzogen werden. Manche Männer klagen auch über Erektionsschmerzen.

Phimose - Behandlung

Die Behandlung einer Phimose gestaltet sich recht unkompliziert. Es gibt die Möglichkeit mit Hilfe eines operativen Routineeingriffs die Verengung zu entfernen oder durch die Dehnung der Vorhaut, den Patienten von seinem Leiden zu erlösen. Entzündungen können durch Salbenpreperate schnell in den Griff bekommen werden.

Phimose durch Diabetes

Die Frage ist wie eine Vorhautentzündung durch Diabetes- typ 1 oder 2 entstehen kann. Der Grund ist recht einfach, denn die Zuckerkrankheit bringt einen erhöhten Urinzuckerspiegel mit sich. Die Konzentration des Zuckers im Urin des Diabetespatienten kann dazu führen, dass sich Vorhaut verengt. Auch Entzündungen der Vorhaut gehen häufig mit der Diabeteserkrankung einher, da der Zucker als optimaler Nährboden für Bakterien dient. Eine Neuerkrankung an Phimose kann also auch Anzeichen einer Diabetes sein. Da sich viele Patienten zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht über ihre Diabeteserkrankung bewusst sind, obwohl sie bereits Insulin benötigen würden, ist ein Bluttest unabdingbar.


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3 Kommentare to “Phimose durch Diabetes - Wenn unten nicht mehr alles stimmt…”

  1. Dr. Matthias Riedl schreibt:

    Hallo,

    hier kann sicher Entwarnung gegeben werden: Diabetes selbst verursacht keine Phimose. Vorhautverengungen sind entweder angeboren oder sie entstehen durch wiederkehrende Entzündungen der Schleimhaut. Gründe dafür können mangelnde Hygiene oder eine Abwehrschwäche des Körpers sein. Und hier kommt erst der Diabetes ins Spiel: Je höher der Blutzucker, desto größer die Abwehrschwäche. Aber, und das sollte beruhigen, der Zucker allein macht keine Phimose. Fragen dazu beantwortet jeder Diabetologe in einer Schwerpunktpraxis oder wir im medicum Hamburg, wo auch die dort tätigen Internisten und Allgemeinmediziner ein hohes Diabetesfach-Wissen besitzen – neben den Diabetologen im Diabetes Zentrum versteht sich.

    Viele Grüße

    Ihr

    Dr. Matthias Riedl (medicum Hamburg)

  2. Rudolf Riautschnig schreibt:

    ich muss sehr widersprechen. sehr wohl kann eine phimose durch diabetes entstehen, da es wie bei allen gefäßen auch zur verengung der gefäße in der Vorhaut kommt. Dieser Umstand ist nachgewiesen, hr. doktor!

  3. Dr. Matthias Riedl schreibt:

    Hallo,

    sicher kann Diabetes zu Verengungen der Gefäße im Sinne einer Arterienverkalkung führen. Dabei sind jedoch die Aorta, die Bein-, Herz- und Hirngefäße besonders betroffen. Verkalkungen der Hautgefäße würden aber nicht zu einer Schrumpfung der Haut und hier besonders der Vorhaut führen. Die Schrumpfung der Vorhaut entsteht vielmehr durch Anlage und wiederkehrende Entzündungen und Vernarbungen. Und hier kann der Diabetes sicher, das stimmt, eine fördernde Ursache sein. Unbedingt muß bei wiederkehrenden Entzündungen auch an einen Diabetes gedacht werden. Also einmal mehr den Zucker testen lassen.

    Viele Grüße

    Ihr

    Dr. Matthias Riedl (medicum Hamburg)

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