Eigentlich besitzt Cholesterin eine durchaus positive Wirkung für den Körper. Es ist ein wesentlicher Bestandteil zum Aufbau von Zellwänden oder bei der Produktion von Gallensäuren. Ein großer Teil des vom Körper benötigten Cholesterin produziert er selbst, so um die ein bis zwei Gramm täglich, allerdings wird die Nahrungsaufnahme von tierischen Fetten der Grenzwert für das vom Körper verträgliche Cholesterin überschritten.
Gerade bei Typ-2-Diabetiker kann die Kombination aus Diabetes und Cholesterin negative Folgen haben. Das gefäßschädigende LDL-Cholesterin und die Triglyzeride sind sehr stark überhöht und das HDL-Cholesterin, welches die positiven Eigenschaften für den Körper besitzt, liegt nur in geringen Umfang vor. Wird die Diabetes nur unzureichend behandelt, kommt es zu einer nachhaltigen Schädigung der Blutgefäße, die durch hohen Blutdruck noch weiter verstärkt wird. Da das Blut Cholesterin nicht abbauen oder auflösen kann, kommt es an verletzten stellen der Blutgefäße zu Ablagerungen, der Arteriosklerose.
Typ-2-Diabetiker muss daher verstärkt darauf achten, sich durch übermäßige Ernährung einen erhöhten Cholesterinwert zu verschaffen. Da hier generell eine höhere Produktion des negativen LDL-Cholesterin unterliegen Diabetiker verstärkt dem Arterioskleroserisiko. Dementsprechend sollte man unbedingt auf die Ernährung achten. Eine Möglichkeit zur Behandlung sind die sogenannten Statine, die den Cholesterinspiegel deutlich absenken können, verlassen sollte man sich darauf nicht.
Wie viele Folgekrankheiten kann auch die Diabetische Retinopathie unterschiedliche Formen annehmen. Das Heimtückische an dieser Krankheit ist außerdem, dass viele Leute sie jahrelang mit sich herumschleppen, ohne davon zu wissen, eben weil sie Diabetiker sind, ohne dass das diagnostiziert wurde. Wenn man die Wartezimmer der Augenärzte schon durch hat, ohne dass ein Grund für die schlechte Sehfähigkeit gefunden werden konnte, wäre diabetische Retinopathie eine gern übersehene Möglichkeit.
Die diabethische Retinopathie tritt in verschiedenen Formen auf. Allen ist gemeinsam, dass als Folgeerscheinung einer Diabeteserkrankung bestimmte Bereiche des Auges beeinflusst werden, was zu Sehschwäche oder sogar Blindheit führen kann.
Bei der sogenannten Nichtproliferativen Retinopathie (Hintergrundretinopathie) werden durch die Diabetes die Blutgefäße in der Netzhaut geschädigt. Dadurch entstehen winzige Blutungen, in deren Verlauf sich kleine Fettablagerung in der Netzhaut bilden und gelbe Flecke entstehen können. Diese Form von Retinopathie stellt die harmloseste dar, denn es kommt meistens nicht zu einer Verminderung der Sehstärke.
Eine Verschärfte Form von Augenproblemen bei Diabetes ist die Diabetische Makulopathie. Hier verursachen ebenfalls Fettablagerungen, diesmal in der Netzhautmitte, ein Problem mit der zentralen Sehschärfe. Das kann bedeuten, dass man nicht mehr Lesen und Autofahren kann, weil es dem Auge unmöglich wird, etwas scharfzustellen.
Die gefährlichste Form schließlich heißt Proliferative Retinopathie. Hier bilden sich, hervorgerufen durch die Diabetes, Blutgefäße in der Netzhaut und im Glaskörper des Auges. Der Glaskörper ist der mit weißlicher Flüssigkeit gefüllte Bereich des Auges, durch den das Licht nach Passieren der Linse wandert, um auf die Netzhaut zu treffen und da das Bild zu erzeugen. Die Bildung der Blutgefäße hier ist krankhaft - sie ist ein Resultat der nichtproliferativen Retinopathie. Dadurch, dass die Netzhaut nicht mehr gleichmäßig durchblutet wird, weil die Blutgefäße teilweise platzen, sendet die Netzhaut Botenstoffe aus, die den Defekt melden und das Wachstum von neuen Blutgefäßen anregen sollen.
Diese verursachen jedoch unglücklicherweise ein viel zu starkes Wachstum von Blutgefäßen, welche dann von der Netzhaut in den Glaskörper hineinwachsen. Sie sind sehr dünn, und wenn der Blutdruck ansteigt, platzen die Gefäße im Glaskörper und das Auge sieht urplötzlich nichts mehr. Sehr gefährlich wird es, wenn die Gefäße nach dem Platzen wieder zusammenschrumpfen, und die Netzhaut, die immer noch an den Bäumen hängt, abziehen. Dann kann die Krankheit im schlimmsten Fall zum Verlust des Auges führen.
So weit sollte man es in keinem Fall kommen lassen. Zwar gibt es keine 100prozentige Therapie, weil die Retinopathie eine direkte Folgeerscheinung von Diabetes ist. Aber es gibt eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten. Der entscheidene Faktor ist dabei, dass man seine Diabetes-Behandlung durchzieht, sich angemessen ernährt, und die Diabetes generell im Griff hat. Ist das der Fall, so sind die Auswirkungen der Retinopathie nicht mehr so dramatisch stark. Zusätzlich zu dieser Grundbehandlung können je nach Härtegrad entweder Injektionen oder Laserbehandlungen des Auges vorgenommen werden, bei rechtzeitigem Erkennen der Diabetischen Retinopathie kann so fast immer das Auge gerettet werden.
Also: Zum Arzt gehen, auf Diabetes untersuchen lassen und gegebenenfalls über Gegenmaßnahmen informieren! Das Schlimmste, was man bei Diabetes-Folgeerkrankungen tun kann, ist aufgeben.
Das Rauchen schädlich ist, wissen wir nicht erst seit es auf den einzelnen Packungen ausdrücklich erwähnt wird und ein Arzt uns zum wiederholten Male darauf hinweist, aber wie wirkt sich das Rauchen auf Diabetes mellitus aus. Hundertprozentige Erkenntnisse auf diesem Gebiet konnten bisher noch nicht gewonnen werden, denn Häufung der negativen Folgen steht immer noch eine geringe Zahl der Verbesserung gegenüber.
Langfristige Studien haben bisher ganz unterschiedliche Studien ergeben, allerdings konnte man die Erkenntnis gewinnen, das Rauchen die Insulinintensivität beeinträchtigt und das es zu einem höheren metabolischen Effekt führt. Beim Diabetes-Typ 1 kommt es zu einer Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen, womit man letztendlich auf eine insulinabhängigen Diabetes zusteuern kann.
Auch der Zusammenhang zwischen der deutlich höheren Erkrankungsrate von Diabetes Typ 2 bei Rauchern kann anhand von Studien belegt werden. So ist das Risiko einer Erkrankung fast doppelt so hoch als wie bei einem Nichtraucher. Durch ein sofortiges Beenden kann das Risiko erheblich gesenkt werden. Ein fortführen des Rauchen kann bei Diabetikern erhebliche Folgen haben, denn sie sind generell schon einer erhöhten Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgesetzt. Rauchen und Diabetes können in diesem Zusammenhang eine tödliche Gefahr bedeuten.
Eine weitere bedenkliche Erkrankung ist die diabetische Nierenerkrankung (Nephropathie). Durch Rauchen kann sich dieser Effekt weiter verstärken und es werden vermehrt Eiweiße ausgeschieden, die für den Körper notwendig wären. Zudem kann ein Raucher unter Retinopathie (Erkrankung des Augenhintergrundes)leiden, denn durch das Qualmen kann die sensible Netzhaut erheblich geschädigt werden.
Wie diese Aufzählung beweist, sollten auch Diabetiker vollkommen auf das Rauchen verzichten. Statt Stunden in einem Wartezimmer zu verbringen, kann man sich noch lange an seinem Gesundheitszustand erfreuen.
Cholesterin regelt als Teil der menschlichen Zellmembran die Ein- und Ausschleusung von Signalstoffen. Es ist durch seine Beteiligung z.B. an der Herstellung von Gallensäuren und Hormonen lebenswichtig für den Körper, so ist jederzeit Cholesterin im Körper vorhanden. Der „Cholesterinspiegel“ bezeichnet dabei das Maß an Cholesterin, welches im Blut vorhanden ist.
Dieser Anteil darf einen gewissen Durchschnitt nicht übersteigen, sonst spricht man von „erhöhtem“ Cholesterinspiegel. Wenn dieser stark erhöht ist, spricht man von primärer oder sekundärer Hypercholesterinämie. Das ist eine Krankheit, die schwerwiegende Risiken wie Herzinfarkt und Schlaganfall mit sich bringt.
An primärer Hypercholesterinämie leiden 30 %, an sekundärer 70 % aller Hypercholesterinämiefälle. Die primäre wird auch als familiäre Hypercholesterinämie bezeichnet, weil sie in der Regel vererbt wird. Die sekundäre tritt dagegen bei Menschen auf, die sich ungesund ernähren, oder – blöd, das in eine Kategorie schreiben zu müssen – bei Diabetikern.
Diese sind besonders gefährdet, ein zu hoher Cholesterinspiegel sollte deswegen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Dabei wird unterschieden zwischen „gutem“ und „schlechtem“ Cholesterin. Das ist natürlich nicht gerade wissenschaftlich, aber man merkt es sich einfach besser als LDL und HDL, oder? Hohe LDL-Werte sind dabei „schlecht“, hohe HDL-Werte dagegen „gut“.
Als Therapie bieten sich zuerst Verhaltensänderungen in der Ernährung an, zum Beispiel das Fett reduzieren. Wenn das nicht hilft, gibt es aber auch medizinische Therapiemöglichkeiten, da am Besten vom Arzt beraten lassen.
Also – für Diabetespatienten gilt in erhöhtem Maße: Immer mal wieder den Cholesterinspiegel checken lassen. Das dauert nicht lange und man ist auf der sicheren Seite
Eine besondere Art der Diabeteserkrankung ist Diabetes insipidus, umgangssprachlich als Wasserhahnruhr bekannt. Nomen est omen: Wer an dieser Form des Diabetes erkrankt, leidet an erhöhtem Harndrang und, damit einhergehend, einem beständigen Durstgefühl.
Diabetes insipidus tritt in zwei Formen auf: Als Diabetes insipidus centralis und als Diabetes insipidus renalis.
Im Fall von Diabetes insipidus centralis kann das Hormon ADH (oder Vasopressin) nicht wirken - entweder, weil es überhaupt nicht oder nicht in ausreichender Menge produziert, oder weil es nicht transportiert werden kann. Dieses Hormon sorgt für eine relative Konzentration des Urins; wenn es fehlt, bedeutet das einen ungewöhnlich großen Flüssigkeitsverlust im Urin - der logischerweise ausgeglichen werden muss.
Diabetes insipidus renalis tritt nur sehr selten auf; in diesem Fall liegt die Ursache der Erkrankung in einer Fehlfunktion der Niere. Das Hormon ADH ist in normalem Umfang vorhanden etc. Die Fehlfunktion der Niere kann durch verschiedene Ursachen bedingt werden; entscheidend ist, dass das Organ außerstande ist, den Urin zu konzentrieren. Ein ungewöhnlich hoher Flüssigkeitsverlust ist die notwendige Folge.
Diabetes insipidus centralis kann vergleichsweise einfach behandelt werden: Das Hormon ADH kann täglich als Nasenspray zugeführt werden. Ungleich schwieriger liegt die Sache im Fall von Diabetes insipidus renalis, der teilweise nur operativ behandelt werden kann.
Der Alltag ist für Diabetes-Erkrankte nicht immer einfach zu meistern, Autofahren gehört zu jenen Betätigungsfeldern, die mittels Diabetes nicht einfach zu Händeln ist. Im Interesse der Allgemeinheit müssen die Behörden darauf achten, dass Diabetiker nicht zu Gefahren für den allgemeinen Verkehr sind.
Vor allem Diabetes Typ I. können Hypoglykämie gefährdet sein, völlig unabhängig von ihrer Insulinbehandlung. Aufgrund der Krankheit kann es immer wieder zu plötzlicher Bewusstlosigkeit oder Fahrbeeinträchtigungen kommen. Um eine bessere Beurteilung vornehmen zu können, werden Diabetiker in sogenannte Risikogruppen unterteilt. Wird man der Risikogruppe I. zugeordnet, darf man uneingeschränkt am Verkehr teilnehmen. Sollte jedoch die Gefahr von Unterzuckerung verstärkt bestehen, wird man sofort in die Risikogruppe II. verschoben, die nur ein eingeschränktes Führen von Fahrzeugen erlaubt. Aktuelle ärztliche Gutachten müssen eine Fahrtauglichkeit belegen. In der Risikogruppe III. wird es sehr schwer, dauerhaft in den Verkehr integriert zu werden und wenn, dann nur unter strengen Auflagen.
Zwar haben Statistiken belegt, dass mit Diabetes kein erhöhtes Unfallrisiko besteht, allerdings sind diese Ergebnisse vor allem auf die Sorgfalt der Erkrankten zurückzuführen. Aber gerade bei einer Insulin-Therapie sollte man große Vorsicht walten lassen. Sollte auch nur der geringste Verdacht auf eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) bestehen, muss man auf den Antritt der Fahrt verzichten. Längere Nachtfahrten vermeiden und regelmäßige Pausen auf Reisen sind grundlegende Aspekte für das sichere Fahren.
Diabetiker haben oftmals unter Krankheiten zu leiden, die für andere Menschen kaum begreifbar sind. Dies hört sich zwar dramatisch an, lässt sich aber anhand des Beispiels Diabetikerfüße sehr gut belegen.
Die Diagnose „diabetische Füße“ kann für den Patienten durchaus verheerende Folgen haben, denn die Behandlung der vorliegenden Verletzung ist sehr aufwendig und kostspielig. Diabetikerfüße entstehen als Folge langjähriger schlecht eingestellter Blutzuckerwerte. Die Kombination aus schwacher Durchblutung und Nervenschädigungen sind die häufigste Ursache für die diabetischen Fuß. Die Verringerung der Nerven im Fuß führen zu einer verminderten Schmerzempfindlichkeit, worauf es unbewusst zu kleinen aber auch größeren Verletzungen kommen kann. Wenn diese nicht fachgerecht behandelt oder entsprechend versorgt werden, kommt es tiefen Wunden und dauerhaften Schädigungen. Da auch keine gute Durchblutung des Fußes existiert, ist der Heilungsprozess vermindert und eingeschränkt.
Wie lässt sich dies verhindern? Zunächst muss man immer für einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel über Jahre hinweg sorgen. Dadurch können Folgeschäden wie die schlechte Durchblutung oder die verringerte Nervenanzahl vermieden werden. Zudem ist eine regelmäßige Fußpflege fast unabdingbar. Das rechtzeitige Erkennen von Wunden kann Schlimmeres verhindern. Dabei kann man aber auch von Experten unterstützt werden – Podologen sind eigens für die „Lehre des Fußes“ (griech. Bezeichnung für Podologie) ausgebildet worden und können bei regelmäßigen Besuchen zur Linderung des Krankheitsbildes beitragen oder gar ein Ausbrechen der Symptome verhindern.
Dabei schaut sich der Podologe zunächst die Füße an und trifft dann die Entscheidung, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Dies kann vom einfachen Waschen im Fußbad und regelmäßigen Eincremen gehen, aber auch bis zur Einweisung in das Krankenhaus führen, wenn das Krankheitsbild schon zu sehr fortgeschritten ist. In jedem Fall stellen die Podologen aber eine große Hilfe auf diesem Gebiet dar und können die Kosten für eine Behandlung schon im Vorfeld deutlich reduzieren.
In Deutschland gibt es ca. 25000 Kinder mit diagnostizierter Diabetes, meistens Typ 1. Die Diagnose bedeutet, sich lebenslänglich darauf einzustellen. Solche Dinge, wie Blutzucker testen, Insulin spritzen, Berechnung und genaue Einhaltung der Mahlzeiten muss zur Normalität werden. Dann kann diese chronische Krankheit auch mit Akzeptanz getragen werden.
Diabetes bei Kindern ermöglicht dennoch ein normales Leben. Gewohnheiten, Aktivitäten, Zukunftspläne müssen durch diese Diagnose nicht geändert werden. An Diabetes erkrankte Kinder sind genauso leistungsfähig wie Nicht-Diabetiker und dürfen auf gar keinen Fall in eine Außenseiterrolle gedrängt werden.
Nach einer erstellten Diagnose wird den betroffenen Eltern und Kindern eine Ersteinstellung und Schulung zum weiteren Umgang mit dieser Krankheit im zuständigen Krankenhaus gewährt. Die Kinder selbst lernen die notwendigen Tätigkeiten meist sehr schnell und können ihre Symptome auch selbst sehr genau deuten. Ganz wichtig ist für alle Beteiligten die Krankheit anzunehmen, und nicht dagegen zu kämpfen.
Die am Anfang vorhandene Angst kann schnell genommen werden, wenn intensive Kontakte zu anderen Diabetikern aufgebaut werden. Der “Bund diabetischer Kinder und Jugendlicher e.V.“ bietet mehrmals jährlich Seminare und Schulungen für betroffene Kinder und deren Eltern an. Ständige telefonische oder auch persönliche Hilfe der Mitarbeiter des BdKJ bei allen Problemen des Alltags wird gewährleistet.
Eines sollten alle Betroffenen wissen: Wir sind ganz normale Menschen, wie alle anderen auch!
Und: Wir haben sehr viele Verbündete!
Das Wichtigste ist nur die gemeinsame Kommunikation!
Bei Diabetes-Typ 2 haben viele Betroffene oftmals mit Gewichtsproblemen zu kämpfen, weshalb einige von ihnen auf das Fasten zurückgreifen, um schnell an Gewicht zu verlieren und die eigene Stoffwechsellage zu verbessern.
Fasten ist von jeher eine historisch belastete Methode, um schnell an Gewicht zu verlieren. In der christlichen Religion findet sich die Fastenzeit unmittelbar nach dem Aschermittwoch und sollte der eigenen Selbstfindung dienen. Der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel sollte den Menschen den Umgang mit dem eigenen Körper lehren. Für Diabetiker ist diese radikale Praktik der Gewichtsabnahme nicht ohne Risiken, weshalb man im Voraus unbedingt das Gespräch mit einem Arzt suchen sollte. Die Dosierung muss auf das veränderte Essverhalten unbedingt abgestimmt werden.
Da es beim Fasten ganz unterschiedliche Methoden gibt, muss man gerade als Diabetiker darauf achten, die richtige Diät auszuwählen, um keine gesundheitlichen Risiken einzugehen. Auf jeden Fall sollte man das totale Fasten beziehungsweise das Saftfasten vermeiden. Beide Methoden sind inzwischen von Ernährungswissenschaftler als vollkommen ungesund eingestuft worden und stellen nicht nur für Diabetiker eine Gefahr dar. Eine sehr empfehlenswerte Fastenmethode ist die nach dem deutschen Arzt Dr. Otto Buchinger benannte Art zu Fasten, bei dem es vor allem um die Prävention geht. Man lernt hier sich bewusster und ausgewogener zu ernähren.
Experten für Diabetes in der Medizin raten allerdings zum modifizierten Fasten. Im Laufe eines Tages werden lediglich zwei Liter Wasser getrunken sowie ein Trunk gereicht, der reich an Eiweiß ist, sowie eine bestimmte Menge an Kohlenhydrate sowie Fette, Vitamine und Mineralstoffe enthält. Einerseits wird bei dieser Methode des Fastens der Insulinresistenz entgegengewirkt und man erreicht einen schnellen Gewichtsverlust, weil der Körper kaum eigene Eiweiße sondern Fette verbrennt.
Jedoch ist die ärztliche Rücksprache vor dem Fasten elementar, um wirklich keine Risiken einzugehen.
Kohlenhydrate sind ein wichtiger Bestandteil der Nahrung des Menschen. Chemisch bestehen Kohlenhydrate - je nach Art - aus
kurzen bis langen Kohlenstoffketten. Glukose ist ein Monosaccharid, ein Einfachzucker. Entsprechend gibt es auch Disacharide, die so genannten Zweifachzucker und Polisacharide, die Mehrfachzucker. Chemisch unterscheiden sich die Monosacharide, Disacharide und Polysacharide in der Länge ihrer Kohlenstoffkette. Monosacharide sind die kürzesten. Entsprechend lassen sich diese auch besonders schnell vom menschlichen Organismus aufnehmen, da keine Spaltung der Verbindung mehr notwendig ist. Die aufgenommenen Monosacharide (zum Beispiel in Form von Glukose oder Fruktose) werden sofort vom Körper resorbiert und lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen.
Bei den Disachariden ist zur Aufnahme durch den menschlichen Körper die Spaltung einer Verbindung notwendig. Dafür werden durch den Körper Enzyme und Energie eingesetzt und erst nach der Aufspaltung des Disacharids in zwei Monosacharide kann das Kohlenhydrat vom Körper aufgenommen werden.
Bei den Polysachariden, also den Mehrfachzuckern, dauert die Spaltung der Verbindungen umso länger je länger die Kohlenstoffkette ist. Stärke, die unter anderem in Vollkornprodukten vorhanden ist, hat eine besonders lange Kohlenstoffkette. Um die Nährstoffe aufzunehmen, muss der Körper nun eine Vielzahl von Verbindungen unter Einsatz von Energie und Zeit spalten. So wird ein Polysacharid in einzelne Monosacharide zerlegt, die dann vom Körper aufgenommen werden und den Blutzuckerspiegel erhöhen.
Langkettige Kohlenhydrate aufzunehmen hat den Vorteil, dass der Körper zur Aufnahme der Nährstoffe mehr Zeit benötigt und der Blutzuckerspiegel aus diesem Grund nur langsam ansteigt. Aus diesem biochemischen Grund sind langkettige Kohlenhydrate bei einer gesunden Ernährung und insbesondere auch bei Diabetes mellitus zu bevorzugen. Langkettige Kohlenhydrate (Polysacharide) finden sich vor allem in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und anderen stärkehaltigen Lebensmitteln.