Bei Diabetes-Typ 2 haben viele Betroffene oftmals mit Gewichtsproblemen zu kämpfen, weshalb einige von ihnen auf das Fasten zurückgreifen, um schnell an Gewicht zu verlieren und die eigene Stoffwechsellage zu verbessern.
Fasten ist von jeher eine historisch belastete Methode, um schnell an Gewicht zu verlieren. In der christlichen Religion findet sich die Fastenzeit unmittelbar nach dem Aschermittwoch und sollte der eigenen Selbstfindung dienen. Der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel sollte den Menschen den Umgang mit dem eigenen Körper lehren. Für Diabetiker ist diese radikale Praktik der Gewichtsabnahme nicht ohne Risiken, weshalb man im Voraus unbedingt das Gespräch mit einem Arzt suchen sollte. Die Dosierung muss auf das veränderte Essverhalten unbedingt abgestimmt werden.
Da es beim Fasten ganz unterschiedliche Methoden gibt, muss man gerade als Diabetiker darauf achten, die richtige Diät auszuwählen, um keine gesundheitlichen Risiken einzugehen. Auf jeden Fall sollte man das totale Fasten beziehungsweise das Saftfasten vermeiden. Beide Methoden sind inzwischen von Ernährungswissenschaftler als vollkommen ungesund eingestuft worden und stellen nicht nur für Diabetiker eine Gefahr dar. Eine sehr empfehlenswerte Fastenmethode ist die nach dem deutschen Arzt Dr. Otto Buchinger benannte Art zu Fasten, bei dem es vor allem um die Prävention geht. Man lernt hier sich bewusster und ausgewogener zu ernähren.
Experten für Diabetes in der Medizin raten allerdings zum modifizierten Fasten. Im Laufe eines Tages werden lediglich zwei Liter Wasser getrunken sowie ein Trunk gereicht, der reich an Eiweiß ist, sowie eine bestimmte Menge an Kohlenhydrate sowie Fette, Vitamine und Mineralstoffe enthält. Einerseits wird bei dieser Methode des Fastens der Insulinresistenz entgegengewirkt und man erreicht einen schnellen Gewichtsverlust, weil der Körper kaum eigene Eiweiße sondern Fette verbrennt.
Jedoch ist die ärztliche Rücksprache vor dem Fasten elementar, um wirklich keine Risiken einzugehen.
Kohlenhydrate sind ein wichtiger Bestandteil der Nahrung des Menschen. Chemisch bestehen Kohlenhydrate - je nach Art - aus
kurzen bis langen Kohlenstoffketten. Glukose ist ein Monosaccharid, ein Einfachzucker. Entsprechend gibt es auch Disacharide, die so genannten Zweifachzucker und Polisacharide, die Mehrfachzucker. Chemisch unterscheiden sich die Monosacharide, Disacharide und Polysacharide in der Länge ihrer Kohlenstoffkette. Monosacharide sind die kürzesten. Entsprechend lassen sich diese auch besonders schnell vom menschlichen Organismus aufnehmen, da keine Spaltung der Verbindung mehr notwendig ist. Die aufgenommenen Monosacharide (zum Beispiel in Form von Glukose oder Fruktose) werden sofort vom Körper resorbiert und lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen.
Bei den Disachariden ist zur Aufnahme durch den menschlichen Körper die Spaltung einer Verbindung notwendig. Dafür werden durch den Körper Enzyme und Energie eingesetzt und erst nach der Aufspaltung des Disacharids in zwei Monosacharide kann das Kohlenhydrat vom Körper aufgenommen werden.
Bei den Polysachariden, also den Mehrfachzuckern, dauert die Spaltung der Verbindungen umso länger je länger die Kohlenstoffkette ist. Stärke, die unter anderem in Vollkornprodukten vorhanden ist, hat eine besonders lange Kohlenstoffkette. Um die Nährstoffe aufzunehmen, muss der Körper nun eine Vielzahl von Verbindungen unter Einsatz von Energie und Zeit spalten. So wird ein Polysacharid in einzelne Monosacharide zerlegt, die dann vom Körper aufgenommen werden und den Blutzuckerspiegel erhöhen.
Langkettige Kohlenhydrate aufzunehmen hat den Vorteil, dass der Körper zur Aufnahme der Nährstoffe mehr Zeit benötigt und der Blutzuckerspiegel aus diesem Grund nur langsam ansteigt. Aus diesem biochemischen Grund sind langkettige Kohlenhydrate bei einer gesunden Ernährung und insbesondere auch bei Diabetes mellitus zu bevorzugen. Langkettige Kohlenhydrate (Polysacharide) finden sich vor allem in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und anderen stärkehaltigen Lebensmitteln.
Jedes Jahr regelmäßig zum Jahresanfang hat ein Vorsatz Hochkonjunktur: Ich möchte mein Körperfett reduzieren, abnehmen und mich gesund ernähren. Weniger Fast Food soll es sein und mehr Obst und Gemüse. Und bewegen wollte ich mich auch viel häufiger. Die meisten Leute vergessen ihre guten Vorsätze jedoch schon sehr bald. Grund genug für mich noch einmal die Grundregeln gesunder Ernährung zusammenzustellen und so einen kleinen Beitrag zum Aufrechterhalten der guten Vorsätze zu leisten.
Die Grundregeln gesunder Ernährung
1. Iss und trink was Du willst - aber in Maßen. Es klingt einfach, leider ist es das aber nicht, denn wer bestimmt wann das Maß voll ist? Genau das ist der Grund warum in Diäten und Ernährungsratgebern genaue Mengenangaben gemacht werden. Der Mensch neigt einfach dazu ausschweifend zu konsumieren und in einer Gesellschaft des Überflusses den Blick für das Wesentliche zu verlieren. Wir können alles zu jeder Zeit haben - und genau deshalb ist es so schwer sich selbst einzuschränken.
2. Nimm möglichst wenig Zucker mit der Nahrung auf. Zucker ist leere Energie. Er treibt den Blutzuckerspiegel hoch und begünstigt dadurch die Entstehung von Diabetes. Daher sollte möglichst auf Einfachzucker verzichtet werden. Zucker ist die einfachste Form der Kohlenhydrate, dem Energielieferanten des Körpers. Auch sollte auf Alkohol verzichtet werden, da dieser sehr viel Zucker enthält.
3. Deine Nahrung sollte möglichst aus frischen Zutaten, aus viel Obst und Gemüse bestehen. Der einfachste Tipp für eine gesunde Ernährung ist noch immer jeden Tag frisch einkaufen zu gehen. Auf diesem Weg ist man gezwungen nur die Lebensmittel zu kaufen, die man an diesem Tag verbraucht. Ein guter Nebeneffekt dabei ist, dass sich im Kühlschrank nicht zu viele Lebensmittel ansammeln, über die man bei Bedarf einfach herfallen kann. Zudem hat man so auch jeden Tag ein bisschen Bewegung im Alltag.
Nicht nur bei Diabetikern spielt die Ernährung eine ganz besonders große Rolle. Wer regelmäßig zu viel Fett konsumiert und sich nicht ausreichend bewegt, der bekommt langfristig betrachtet Probleme mit dem Hüftspeck. Dann gibt es oft nur noch ein Ziel: Das Fett am Bauch wegbekommen! - Allerdings ist das gar nicht so einfach und nicht allein mit einer ausgewogenen Ernährung geschafft. Viel Bewegung im Alltag und Sport sind notwendig um das Fett am Bauch zu entfernen. Dazu eignen sich insbesondere Ausdauersportarten wie Laufen oder Fahrrad fahren. Aber auch Schwimmen und jede andere Form von Bewegung im Alltag wie die Treppen zu benutzen statt des Aufzugs bringen den abnehmwilligen Patienten langfristig immer näher an sein Ziel: Die Pfunde müssen weg.
Insbesondere bei Diabetes hat man festgestellt, dass das Bauchfett einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Krankheit hat. Übergewicht oder sogar Fettleibigkeit haben also weit reichende Folgen. Das ist Grund genug um sich mit dem BMI, dem Body-Mass-Index zu beschäftigen. Bei der Berechnung des BMI teilt man das Körpergewicht in Kilo durch die Körpergröße im Quadrat. Wem das zu kompliziert ist, kann sich im Internet von einem BMI Rechner helfen lassen. Bis zu einem BMI-Wert von 25 spricht man von einem Normalgewicht – alles was jedoch über dem Wert 25 liegt, sollte durch eine kalorienreduzierte Diät mit viel Bewegung und Sport abgebaut werden.
In Deutschland sind leider immer mehr Menschen übergewichtig oder sogar fettleibig. Damit steigt auch das Risiko später an Diabetes Typ II zu erkranken. Daher sollte man schon frühzeitig mit der Gewichtsreduktion bzw. dem Halten eines gesunden Gewichtes und somit mit der Diabetes-Prävention beginnen.
An die überschüssigen, umher schwimmenden Glukosemoleküle ist der Körper jedoch nicht gewöhnt. Es ist wie, als wenn man durch saubere Wasserrohre jahrelang dreckiges Schmutzwasser laufen lassen würde. Was würde passieren? Die Rohre setzen sich zu. Und genau diese Reaktion läuft auch im menschlichen Körper ab. Im Laufe der Jahre, die man diese chronische Erkrankung Diabetes mellitus hat, werden schleichend alle Organe durch die Glukosemolekühle beschädigt. Der Beginn ist schleichend. Mit der Zeit setzen sich langsam die Blutgefäße zu und es drohen langsam mitunter tödliche Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung, Nierenversagen sowie Durchblutungsstörungen der arme und Beine. Die Organe des Körpers werden durch die mit Glukosemolekülen zugesetzten Blutgefäße immer schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
Über diesen Kreislauf der Zerstörung sorgt Diabetes mellitus dafür, dass sich die Lebenszeit eines an Diabetes erkrankten Menschen um durchschnittlich 15 Jahre verringert. Nur eine zusätzliche Versorgung mit Insulin kann die Folgen dieser chronischen Erkrankung mindern und so die Lebensqualität bei Diabetes verbessern.
Doch Diabetes mellitus wird häufig nicht entdeckt. Oft laufen die eigentlich erkrankten Menschen viele Jahre mit erhöhten Blutzuckerwerten durchs Leben, bis bei einer Routineuntersuchung dann Diabetes festgestellt wird. Umso wichtiger ist es, regelmäßig zum Arzt zu gehen und den kleinen Piecks beim Blutabnehmen zu akzeptieren und Diabetes-Prävention zu betreiben.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten um sich nachhaltig vor der Entstehung der chronischen Erkrankung Diabetes zu schützen. Zwar kann man nichts für seine genetischen Anlagen, dass heißt, dass man sich schlecht vor Diabetes Typ I schützen kann, wohl aber kann man sich vor der Entstehung von Diabetes Typ II schützen.
Die Diabetes-Prävention setzt grundsätzlich dort an, wo auch eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Ernährung ansetzen. Um der Entstehung von Diabetes Typ II vorzubeugen, sollte man möglichst viel Sport treiben. Dabei ist Sport definiert als eine konstante körperliche Betätigung, die wenigstens dreißig Minuten am Stück andauert. Dabei sind insbesondere Ausdauersportarten wie Jogging, Schwimmen, Rad fahren oder im Winter Auch Skilanglauf zu empfehlen. Das Ziel dieser körperlichen Tätigkeiten ist es, den Blutzuckerspiegel zu senken. Dies geschieht automatisch, wenn der Körper den Zucker verbraucht.
Ein weiterer Baustein der Diabetes-Prävention ist die kohlenhydratreduzierte Ernährung. Insgesamt bedeutet dies, dass eine ausgewogene Ernährung mit wenig Kohlenhydraten bzw. Einfachzuckern (z.B. Haushaltszucker) anzustreben ist. Viel Obst und Gemüse, ungesüßte Tees und Wasser sind die idealen Begleiter einer solchen kohlenhydratreduzierten Diät. Das Geheimnis dieser Ernährung ist es, dem Körper möglichst wenige Kohlenhydrate, also Polysacharide (Mehrfachzucker) zuzuführen, die für einen schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels verantwortlich sind. Genau das ist ja das Problem bei Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit. Auf Alkohol sollten Diabetiker übrigens auch weitgehend verzichten, da dieser sehr viel Zucker enthält und entsprechend sprunghaft den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt.
Der dritte Baustein bei der Diabetes-Prävention ist ausreichend Schlaf. So wie Schlaf allgemein für Wohlbefinden sorgt, so kann die richtige Dosis Schlaf auch das Entstehen von Diabetes Typ II verhindern. Die richtige Dosis ist dabei immer individuell zu berechnen, liegt aber durchschnittlich bei acht Stunden Nachtschlaf.
Immer mehr Menschen erkranken an Diabetes. Aktuell gibt es in Deutschland sechs Millionen Menschen, die an Diabetes erkrankt sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass die Zahl der Diabetes-Neuerkrankungen in den nächsten 25 Jahren um 40 Prozent steigen wird. Gefahr ist also im Verzug. Doch was ist eigentlich Diabetes? Auch Diabetes-Prävention ist möglich. Doch wie?
Diabetes ist eine chronische Erkrankung. Es gibt zwei Arten von Diabetes: Diabetes Typ I und Diabetes Typ II. Die Ursache für Diabetes Typ I ist ein Gendefekt und daher hat man diesen Typ Diabetes von der Geburt an. Diabetes Typ II entwickelt sich im Laufe der Lebenszeit und wird auch als Altersdiabetes bezeichnet.
Diabetes ist eine Störung im Glukosestoffwechsel. Im gesunden Körper steht ausreichend Insulin zur Verfügung um die über die Nahrung aufgenommene Glukose zu binden und aufzunehmen. Hat man eine Störung im Glukosestoffwechsel, dann steht entweder zu wenig oder gar kein Insulin zur Verfügung um den Blutzuckerspiegel herunterzudrücken. Genau in diesem Fall spricht man von Diabetes. In diesem Fall ist der Glukosegehalt im Blutkreislauf ständig erhöht, was zu Organschädigungen führt. Diabetes ist somit eine Erkrankung des gesamten Körpers und bedarf einer medikamentösen Behandlung. Um die frei umherschwimmenden Glukosemoleküle zu binden, muss der Diabetiker Insulin spritzen oder Insulin in Tablettenform einnehmen. Seit ein paar Jahren gibt es auch so genannte Insulinpumpen, die eine komfortablere Versorgung mit Insulin bieten.
Zusätzlich ist eine besondere Ernährung bei Diabetes notwendig um die Glukosezufuhr nicht unnötig zu vergrößern. Bei der Ernährung bei Diabetes ist es wichtig möglichst wenig Kohlenhydrate aufzunehmen. Der Konsum von Zucker, also Glukose in Reinform, sollte möglichst eingeschränkt werden.
Es gibt unterschiedliche Risikofaktoren für Diabetes an denen auch die Diabetes-Prävention ausgerichtet ist.
Erstmals wurde der Bauchumfang der Deutschen statistisch gemessen
Eine Studie des Stuttgarter Instituts für rationelle Psychologie hat herausgefunden, dass Ostdeutsche im Schnitt dicker sind als ihre westlichen Mitbürger. Im Rahmen der statistischen Erhebung, die von dem Magazin “Men’s Health” in Auftrag gegeben worden war, wurden rund 19.786 Männer und Frauen untersucht - nicht, wie sonst üblich, auf ihren Body-Mass-Index (BMI), sondern auf ihren Bauchumfang. Letztlich, heißt es, sei der Bauchumfang “zuverlässiger” als der kompliziertere BMI. Ergebnis der Studie: Am Dicksten sind die Einwohner Thüringens: Frauen bringen es dort auf einen durchschnittlichen Bauchumfang von 87,10 cm, Männer erreichen gar 98,27 cm. Mediziner gehen davon aus, dass ein Bauchumfang von 80 (Frauen) bzw. 88 Zentimetern (Männer) eine hohe gesundheitliche Belastung darstellt. Mehr als 102 Zentimeter gelten als lebensbedrohlich, und ab 93 Zentimetern steigt das Risiko von Diabetes und Infarkten beträchtlich.
Sind die Thüringer die dicksten Deutschen?
Statistisch - ja. Allerdings heißt das nicht, dass alle anderen einen vorbildlichen Lebenswandel vorzuweisen hätten - im Gegenteil: Am Dünnsten sind die Hamburger mit 83,63 bzw. 94,81 Zentimetern. Und damit vom flachen Bauch weit entfernt. De facto überschreiten selbst die - statistisch - dünnsten Deutschen damit die Grenze zum Risiko-Bauch.
Die Bekämpfung des Diabetes Typ 1 mit Hilfe einer Impfung wird immer wahrscheinlicher. Der Diabetes Typ 1 gehört zu den Autoimmunkrankheiten, bei dem das Immunsystem nicht mehr zwischen „fremd“ und „eigen“ unterscheiden kann, somit greift es körpereigene Strukturen an.
Bei Diabetes Typ 1, einer schweren Stoffwechselkrankheit, greifen sogenannte T-Zellen des Immunsystems die Bauchspeicheldrüse an, welche für die Produktion des lebenswichtigen Insulins zuständig ist. In den meisten Fällen erkranken die Betroffenen schon früh in ihrer Kindheit und müssen sich lebenslang mit Insulin spritzen.
Ärzte vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben es nun möglich gemacht, die fehlegeleiteten T-Zellen zu hemmen. Mittels modifizierter Strukturen, die das Immunsystem aktivieren, wurde ein Schutzmechanismus entwickelt. Der schützende Effekt beruht auf der Aktivierung von Suppressorzellen des Immunsystems. Jene Suppressorzellen hemmen aber ausschließlich nur jene T-Zellen, die das Bauchspeicheldrüsengewebe angreifen. Andere T-Zellen, die gegen Viren und Bakterien vorgehen, bleiben jedoch unbehelligt und können den Körper weiterhin vor Angriffen von Außen schützen.
Bisher wurde dies nur erfolgreich bei Mäusen getestet, aber der Weg zur Behandlung des Diabetes Typ 1 scheint geebnet. Auch andere Autoimmunkrankheiten könnten mit dieser Methode behandelt und geheilt werden.
Rund 95 Prozent der aller Diabetes-Erkrankungen werden dem Typ 2 zugeordnet. Zunächst fand sich diese Form der Diabetes nur bei alten Menschen wieder, weshalb sie früher in der Medizin auch als „Altersdiabetes“ oder „nichtinsulinabhängiges Diabetes“ bezeichnet wurde.
Heutzutage ist der Diabetes Typ 2 in fast allen Altersschichten zu finden und die Ursachen sind hierfür äußerst vielfältig. Die Ursachen, welche für den Diabetes Typ 2 verantwortlich sind, können Übergewicht, Fehlernährung und mangelnde sportliche Aktivität sein. In den meisten Fällen ist es sogar die Summe aus allem, die zu einer Erkrankung führt.
Für die Linderung der Erkrankung werden natürlich zunächst die Ursachen in Angriff genommen. Gesunde Ernährung und die kontinuierliche Steigerung der sportlichen Aktivitäten stehen bei der Basistherapie immer im Vordergrund. Der Patient soll so lange wie möglich die Ursachen bekämpfen, bevor Tabletten oder eine Insulintherapie zum Einsatz kommen. Das Spritzen von Insulin soll sogar die allerletzte Möglichkeit darstellen, um die Symptome zu lindern. Wichtig ist, dass die Patienten eine Schulung im Umgang mit der Erkrankung erhalten, denn eine radikale Kur sowie sportliche Überlastung kann sehr empfindliche Folgen nach sich ziehen. Man muss ihn über mögliche Konsequenzen informieren und langsam an die Änderung der neuen Lebensweise heranführen.
Die neue Lebensweise sollte natürlich eine gute Mischung aus Sport und gesunder Ernährung sein, wobei man genauestens darauf achten muss, dass der Körper mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. Die Ausgewogenheit von Kohlenhydraten und Proteinen kann von zuständigen Ärzten genauestens ermittelt werden. Diese Aufstellung eines Ernährungsplanes wird zu einem wichtigen Instrument der Basistherapie für Diabetes. Erst wenn Sport und gesunde Ernährung nicht mit dem gewünschten Erfolg anschlagen, sollte man auf eine medikamentöse Behandlung zurückgreifen.