Eigentlich besitzt Cholesterin eine durchaus positive Wirkung für den Körper. Es ist ein wesentlicher Bestandteil zum Aufbau von Zellwänden oder bei der Produktion von Gallensäuren. Ein großer Teil des vom Körper benötigten Cholesterin produziert er selbst, so um die ein bis zwei Gramm täglich, allerdings wird die Nahrungsaufnahme von tierischen Fetten der Grenzwert für das vom Körper verträgliche Cholesterin überschritten.
Gerade bei Typ-2-Diabetiker kann die Kombination aus Diabetes und Cholesterin negative Folgen haben. Das gefäßschädigende LDL-Cholesterin und die Triglyzeride sind sehr stark überhöht und das HDL-Cholesterin, welches die positiven Eigenschaften für den Körper besitzt, liegt nur in geringen Umfang vor. Wird die Diabetes nur unzureichend behandelt, kommt es zu einer nachhaltigen Schädigung der Blutgefäße, die durch hohen Blutdruck noch weiter verstärkt wird. Da das Blut Cholesterin nicht abbauen oder auflösen kann, kommt es an verletzten stellen der Blutgefäße zu Ablagerungen, der Arteriosklerose.
Typ-2-Diabetiker muss daher verstärkt darauf achten, sich durch übermäßige Ernährung einen erhöhten Cholesterinwert zu verschaffen. Da hier generell eine höhere Produktion des negativen LDL-Cholesterin unterliegen Diabetiker verstärkt dem Arterioskleroserisiko. Dementsprechend sollte man unbedingt auf die Ernährung achten. Eine Möglichkeit zur Behandlung sind die sogenannten Statine, die den Cholesterinspiegel deutlich absenken können, verlassen sollte man sich darauf nicht.
In Deutschland gibt es ca. 25000 Kinder mit diagnostizierter Diabetes, meistens Typ 1. Die Diagnose bedeutet, sich lebenslänglich darauf einzustellen. Solche Dinge, wie Blutzucker testen, Insulin spritzen, Berechnung und genaue Einhaltung der Mahlzeiten muss zur Normalität werden. Dann kann diese chronische Krankheit auch mit Akzeptanz getragen werden.
Diabetes bei Kindern ermöglicht dennoch ein normales Leben. Gewohnheiten, Aktivitäten, Zukunftspläne müssen durch diese Diagnose nicht geändert werden. An Diabetes erkrankte Kinder sind genauso leistungsfähig wie Nicht-Diabetiker und dürfen auf gar keinen Fall in eine Außenseiterrolle gedrängt werden.
Nach einer erstellten Diagnose wird den betroffenen Eltern und Kindern eine Ersteinstellung und Schulung zum weiteren Umgang mit dieser Krankheit im zuständigen Krankenhaus gewährt. Die Kinder selbst lernen die notwendigen Tätigkeiten meist sehr schnell und können ihre Symptome auch selbst sehr genau deuten. Ganz wichtig ist für alle Beteiligten die Krankheit anzunehmen, und nicht dagegen zu kämpfen.
Die am Anfang vorhandene Angst kann schnell genommen werden, wenn intensive Kontakte zu anderen Diabetikern aufgebaut werden. Der “Bund diabetischer Kinder und Jugendlicher e.V.“ bietet mehrmals jährlich Seminare und Schulungen für betroffene Kinder und deren Eltern an. Ständige telefonische oder auch persönliche Hilfe der Mitarbeiter des BdKJ bei allen Problemen des Alltags wird gewährleistet.
Eines sollten alle Betroffenen wissen: Wir sind ganz normale Menschen, wie alle anderen auch!
Und: Wir haben sehr viele Verbündete!
Das Wichtigste ist nur die gemeinsame Kommunikation!
Nicht nur bei Diabetikern spielt die Ernährung eine ganz besonders große Rolle. Wer regelmäßig zu viel Fett konsumiert und sich nicht ausreichend bewegt, der bekommt langfristig betrachtet Probleme mit dem Hüftspeck. Dann gibt es oft nur noch ein Ziel: Das Fett am Bauch wegbekommen! - Allerdings ist das gar nicht so einfach und nicht allein mit einer ausgewogenen Ernährung geschafft. Viel Bewegung im Alltag und Sport sind notwendig um das Fett am Bauch zu entfernen. Dazu eignen sich insbesondere Ausdauersportarten wie Laufen oder Fahrrad fahren. Aber auch Schwimmen und jede andere Form von Bewegung im Alltag wie die Treppen zu benutzen statt des Aufzugs bringen den abnehmwilligen Patienten langfristig immer näher an sein Ziel: Die Pfunde müssen weg.
Insbesondere bei Diabetes hat man festgestellt, dass das Bauchfett einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Krankheit hat. Übergewicht oder sogar Fettleibigkeit haben also weit reichende Folgen. Das ist Grund genug um sich mit dem BMI, dem Body-Mass-Index zu beschäftigen. Bei der Berechnung des BMI teilt man das Körpergewicht in Kilo durch die Körpergröße im Quadrat. Wem das zu kompliziert ist, kann sich im Internet von einem BMI Rechner helfen lassen. Bis zu einem BMI-Wert von 25 spricht man von einem Normalgewicht – alles was jedoch über dem Wert 25 liegt, sollte durch eine kalorienreduzierte Diät mit viel Bewegung und Sport abgebaut werden.
In Deutschland sind leider immer mehr Menschen übergewichtig oder sogar fettleibig. Damit steigt auch das Risiko später an Diabetes Typ II zu erkranken. Daher sollte man schon frühzeitig mit der Gewichtsreduktion bzw. dem Halten eines gesunden Gewichtes und somit mit der Diabetes-Prävention beginnen.
An die überschüssigen, umher schwimmenden Glukosemoleküle ist der Körper jedoch nicht gewöhnt. Es ist wie, als wenn man durch saubere Wasserrohre jahrelang dreckiges Schmutzwasser laufen lassen würde. Was würde passieren? Die Rohre setzen sich zu. Und genau diese Reaktion läuft auch im menschlichen Körper ab. Im Laufe der Jahre, die man diese chronische Erkrankung Diabetes mellitus hat, werden schleichend alle Organe durch die Glukosemolekühle beschädigt. Der Beginn ist schleichend. Mit der Zeit setzen sich langsam die Blutgefäße zu und es drohen langsam mitunter tödliche Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung, Nierenversagen sowie Durchblutungsstörungen der arme und Beine. Die Organe des Körpers werden durch die mit Glukosemolekülen zugesetzten Blutgefäße immer schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
Über diesen Kreislauf der Zerstörung sorgt Diabetes mellitus dafür, dass sich die Lebenszeit eines an Diabetes erkrankten Menschen um durchschnittlich 15 Jahre verringert. Nur eine zusätzliche Versorgung mit Insulin kann die Folgen dieser chronischen Erkrankung mindern und so die Lebensqualität bei Diabetes verbessern.
Doch Diabetes mellitus wird häufig nicht entdeckt. Oft laufen die eigentlich erkrankten Menschen viele Jahre mit erhöhten Blutzuckerwerten durchs Leben, bis bei einer Routineuntersuchung dann Diabetes festgestellt wird. Umso wichtiger ist es, regelmäßig zum Arzt zu gehen und den kleinen Piecks beim Blutabnehmen zu akzeptieren und Diabetes-Prävention zu betreiben.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten um sich nachhaltig vor der Entstehung der chronischen Erkrankung Diabetes zu schützen. Zwar kann man nichts für seine genetischen Anlagen, dass heißt, dass man sich schlecht vor Diabetes Typ I schützen kann, wohl aber kann man sich vor der Entstehung von Diabetes Typ II schützen.
Die Diabetes-Prävention setzt grundsätzlich dort an, wo auch eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Ernährung ansetzen. Um der Entstehung von Diabetes Typ II vorzubeugen, sollte man möglichst viel Sport treiben. Dabei ist Sport definiert als eine konstante körperliche Betätigung, die wenigstens dreißig Minuten am Stück andauert. Dabei sind insbesondere Ausdauersportarten wie Jogging, Schwimmen, Rad fahren oder im Winter Auch Skilanglauf zu empfehlen. Das Ziel dieser körperlichen Tätigkeiten ist es, den Blutzuckerspiegel zu senken. Dies geschieht automatisch, wenn der Körper den Zucker verbraucht.
Ein weiterer Baustein der Diabetes-Prävention ist die kohlenhydratreduzierte Ernährung. Insgesamt bedeutet dies, dass eine ausgewogene Ernährung mit wenig Kohlenhydraten bzw. Einfachzuckern (z.B. Haushaltszucker) anzustreben ist. Viel Obst und Gemüse, ungesüßte Tees und Wasser sind die idealen Begleiter einer solchen kohlenhydratreduzierten Diät. Das Geheimnis dieser Ernährung ist es, dem Körper möglichst wenige Kohlenhydrate, also Polysacharide (Mehrfachzucker) zuzuführen, die für einen schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels verantwortlich sind. Genau das ist ja das Problem bei Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit. Auf Alkohol sollten Diabetiker übrigens auch weitgehend verzichten, da dieser sehr viel Zucker enthält und entsprechend sprunghaft den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt.
Der dritte Baustein bei der Diabetes-Prävention ist ausreichend Schlaf. So wie Schlaf allgemein für Wohlbefinden sorgt, so kann die richtige Dosis Schlaf auch das Entstehen von Diabetes Typ II verhindern. Die richtige Dosis ist dabei immer individuell zu berechnen, liegt aber durchschnittlich bei acht Stunden Nachtschlaf.
Immer mehr Menschen erkranken an Diabetes. Aktuell gibt es in Deutschland sechs Millionen Menschen, die an Diabetes erkrankt sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass die Zahl der Diabetes-Neuerkrankungen in den nächsten 25 Jahren um 40 Prozent steigen wird. Gefahr ist also im Verzug. Doch was ist eigentlich Diabetes? Auch Diabetes-Prävention ist möglich. Doch wie?
Diabetes ist eine chronische Erkrankung. Es gibt zwei Arten von Diabetes: Diabetes Typ I und Diabetes Typ II. Die Ursache für Diabetes Typ I ist ein Gendefekt und daher hat man diesen Typ Diabetes von der Geburt an. Diabetes Typ II entwickelt sich im Laufe der Lebenszeit und wird auch als Altersdiabetes bezeichnet.
Diabetes ist eine Störung im Glukosestoffwechsel. Im gesunden Körper steht ausreichend Insulin zur Verfügung um die über die Nahrung aufgenommene Glukose zu binden und aufzunehmen. Hat man eine Störung im Glukosestoffwechsel, dann steht entweder zu wenig oder gar kein Insulin zur Verfügung um den Blutzuckerspiegel herunterzudrücken. Genau in diesem Fall spricht man von Diabetes. In diesem Fall ist der Glukosegehalt im Blutkreislauf ständig erhöht, was zu Organschädigungen führt. Diabetes ist somit eine Erkrankung des gesamten Körpers und bedarf einer medikamentösen Behandlung. Um die frei umherschwimmenden Glukosemoleküle zu binden, muss der Diabetiker Insulin spritzen oder Insulin in Tablettenform einnehmen. Seit ein paar Jahren gibt es auch so genannte Insulinpumpen, die eine komfortablere Versorgung mit Insulin bieten.
Zusätzlich ist eine besondere Ernährung bei Diabetes notwendig um die Glukosezufuhr nicht unnötig zu vergrößern. Bei der Ernährung bei Diabetes ist es wichtig möglichst wenig Kohlenhydrate aufzunehmen. Der Konsum von Zucker, also Glukose in Reinform, sollte möglichst eingeschränkt werden.
Es gibt unterschiedliche Risikofaktoren für Diabetes an denen auch die Diabetes-Prävention ausgerichtet ist.
Risikogruppen
Schwangerschaftsdiabetes oder Gestationsdiabetes ist eine der häufigsten schwangerschaftsbedingten Beschwerden. Es handelt sich um eine spezielle Form des Diabetes mellitus, der gewöhnlich nach der Schwangerschaft wieder abklingt. Besonders gefährdet sind Schwangere, die
… übergewichtig sind
…bereits ein Kind, das mehr als 4000g wog, geboren haben
…Blutsverwandte haben, die an Diabetes mellitus leiden
…zum Zeitpunkt der Schwangerschaft älter sind als 30.
Meist bleibt der Schwangerschaftsdiabetes allerdings unbemerkt. Symptomatisch ist erhöhter Durst und verstärkter Harndrang sowie, gelegentlich, Entzündungen im Harnröhren- und Nierenbeckenbereich. In der Regel genügt es, wenn die Betroffene mit ihrem Arzt ein sinnvolles, ausgeglichenes Ernährungsprogramm entwirft und anschließend befolgt. In schweren Fällen rät die Medizin zu einer Insulintherapie; dann vorzugsweise eine Insulinpumpentherapie, um das Kind so wenig wie möglich zu belasten.