Diabetes verlangt vom Menschen, dass er seinen Ernährungsplan genau auf seine Bedürfnisse zuschneidet. Es ist nicht nur wichtig, was zu sich genommen wird, sondern auch, in welcher Menge und zu welcher Uhrzeit.
Klar, dass auch ein Restaurantbesuch vorgeplant werden sollte. Als Diabetiker sollte man nicht unbedingt spontan ein Restaurant aufsuchen, mit etwas Vorplanung kann man jedoch einen schönen Abend mit Freunden oder dem Partner dort verbringen. Einen sehr ausführlichen Ratgeber, leider in Englisch, finden Sie hier.
Es gibt einige Dinge, auf die man achten muss:
Beim Italiener:
Bestellen Sie Huhn picata, marsala oder cacciatore. Nudeln mit Marinara Sauce oder Fisch sind ebenfalls tolle Alternativen. Beim Salat wie gesagt darauf achten, dass kein fettiges Dressing verwendet wird, Essig und Öl tun es ja auch.
Beim Chinesen:
Wonton Suppe, Chop Suey mit Huhn oder Fleisch, Shrimps mit Gemüse oder Huhn Chow Mein sind alles tolle Gerichte, die für Diabetiker geeignet sind.
Am Besten ist es, die Plätze am Tag vorher schon zu reservieren. So werden Sie nicht auf ihr Essen warten und möglicherweise mit dem Plan Ihrer Ernährung in Konflikt kommen müssen. Nehmen Sie von zu Hause Früchte mit, für den Fall, dass sich das Essen zeitlich doch etwas verzögert.
Eigentlich besitzt Cholesterin eine durchaus positive Wirkung für den Körper. Es ist ein wesentlicher Bestandteil zum Aufbau von Zellwänden oder bei der Produktion von Gallensäuren. Ein großer Teil des vom Körper benötigten Cholesterin produziert er selbst, so um die ein bis zwei Gramm täglich, allerdings wird die Nahrungsaufnahme von tierischen Fetten der Grenzwert für das vom Körper verträgliche Cholesterin überschritten.
Gerade bei Typ-2-Diabetiker kann die Kombination aus Diabetes und Cholesterin negative Folgen haben. Das gefäßschädigende LDL-Cholesterin und die Triglyzeride sind sehr stark überhöht und das HDL-Cholesterin, welches die positiven Eigenschaften für den Körper besitzt, liegt nur in geringen Umfang vor. Wird die Diabetes nur unzureichend behandelt, kommt es zu einer nachhaltigen Schädigung der Blutgefäße, die durch hohen Blutdruck noch weiter verstärkt wird. Da das Blut Cholesterin nicht abbauen oder auflösen kann, kommt es an verletzten stellen der Blutgefäße zu Ablagerungen, der Arteriosklerose.
Typ-2-Diabetiker muss daher verstärkt darauf achten, sich durch übermäßige Ernährung einen erhöhten Cholesterinwert zu verschaffen. Da hier generell eine höhere Produktion des negativen LDL-Cholesterin unterliegen Diabetiker verstärkt dem Arterioskleroserisiko. Dementsprechend sollte man unbedingt auf die Ernährung achten. Eine Möglichkeit zur Behandlung sind die sogenannten Statine, die den Cholesterinspiegel deutlich absenken können, verlassen sollte man sich darauf nicht.
Bei Diabetes-Typ 2 haben viele Betroffene oftmals mit Gewichtsproblemen zu kämpfen, weshalb einige von ihnen auf das Fasten zurückgreifen, um schnell an Gewicht zu verlieren und die eigene Stoffwechsellage zu verbessern.
Fasten ist von jeher eine historisch belastete Methode, um schnell an Gewicht zu verlieren. In der christlichen Religion findet sich die Fastenzeit unmittelbar nach dem Aschermittwoch und sollte der eigenen Selbstfindung dienen. Der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel sollte den Menschen den Umgang mit dem eigenen Körper lehren. Für Diabetiker ist diese radikale Praktik der Gewichtsabnahme nicht ohne Risiken, weshalb man im Voraus unbedingt das Gespräch mit einem Arzt suchen sollte. Die Dosierung muss auf das veränderte Essverhalten unbedingt abgestimmt werden.
Da es beim Fasten ganz unterschiedliche Methoden gibt, muss man gerade als Diabetiker darauf achten, die richtige Diät auszuwählen, um keine gesundheitlichen Risiken einzugehen. Auf jeden Fall sollte man das totale Fasten beziehungsweise das Saftfasten vermeiden. Beide Methoden sind inzwischen von Ernährungswissenschaftler als vollkommen ungesund eingestuft worden und stellen nicht nur für Diabetiker eine Gefahr dar. Eine sehr empfehlenswerte Fastenmethode ist die nach dem deutschen Arzt Dr. Otto Buchinger benannte Art zu Fasten, bei dem es vor allem um die Prävention geht. Man lernt hier sich bewusster und ausgewogener zu ernähren.
Experten für Diabetes in der Medizin raten allerdings zum modifizierten Fasten. Im Laufe eines Tages werden lediglich zwei Liter Wasser getrunken sowie ein Trunk gereicht, der reich an Eiweiß ist, sowie eine bestimmte Menge an Kohlenhydrate sowie Fette, Vitamine und Mineralstoffe enthält. Einerseits wird bei dieser Methode des Fastens der Insulinresistenz entgegengewirkt und man erreicht einen schnellen Gewichtsverlust, weil der Körper kaum eigene Eiweiße sondern Fette verbrennt.
Jedoch ist die ärztliche Rücksprache vor dem Fasten elementar, um wirklich keine Risiken einzugehen.
Kohlenhydrate sind ein wichtiger Bestandteil der Nahrung des Menschen. Chemisch bestehen Kohlenhydrate - je nach Art - aus
kurzen bis langen Kohlenstoffketten. Glukose ist ein Monosaccharid, ein Einfachzucker. Entsprechend gibt es auch Disacharide, die so genannten Zweifachzucker und Polisacharide, die Mehrfachzucker. Chemisch unterscheiden sich die Monosacharide, Disacharide und Polysacharide in der Länge ihrer Kohlenstoffkette. Monosacharide sind die kürzesten. Entsprechend lassen sich diese auch besonders schnell vom menschlichen Organismus aufnehmen, da keine Spaltung der Verbindung mehr notwendig ist. Die aufgenommenen Monosacharide (zum Beispiel in Form von Glukose oder Fruktose) werden sofort vom Körper resorbiert und lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen.
Bei den Disachariden ist zur Aufnahme durch den menschlichen Körper die Spaltung einer Verbindung notwendig. Dafür werden durch den Körper Enzyme und Energie eingesetzt und erst nach der Aufspaltung des Disacharids in zwei Monosacharide kann das Kohlenhydrat vom Körper aufgenommen werden.
Bei den Polysachariden, also den Mehrfachzuckern, dauert die Spaltung der Verbindungen umso länger je länger die Kohlenstoffkette ist. Stärke, die unter anderem in Vollkornprodukten vorhanden ist, hat eine besonders lange Kohlenstoffkette. Um die Nährstoffe aufzunehmen, muss der Körper nun eine Vielzahl von Verbindungen unter Einsatz von Energie und Zeit spalten. So wird ein Polysacharid in einzelne Monosacharide zerlegt, die dann vom Körper aufgenommen werden und den Blutzuckerspiegel erhöhen.
Langkettige Kohlenhydrate aufzunehmen hat den Vorteil, dass der Körper zur Aufnahme der Nährstoffe mehr Zeit benötigt und der Blutzuckerspiegel aus diesem Grund nur langsam ansteigt. Aus diesem biochemischen Grund sind langkettige Kohlenhydrate bei einer gesunden Ernährung und insbesondere auch bei Diabetes mellitus zu bevorzugen. Langkettige Kohlenhydrate (Polysacharide) finden sich vor allem in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und anderen stärkehaltigen Lebensmitteln.
Rund 95 Prozent der aller Diabetes-Erkrankungen werden dem Typ 2 zugeordnet. Zunächst fand sich diese Form der Diabetes nur bei alten Menschen wieder, weshalb sie früher in der Medizin auch als „Altersdiabetes“ oder „nichtinsulinabhängiges Diabetes“ bezeichnet wurde.
Heutzutage ist der Diabetes Typ 2 in fast allen Altersschichten zu finden und die Ursachen sind hierfür äußerst vielfältig. Die Ursachen, welche für den Diabetes Typ 2 verantwortlich sind, können Übergewicht, Fehlernährung und mangelnde sportliche Aktivität sein. In den meisten Fällen ist es sogar die Summe aus allem, die zu einer Erkrankung führt.
Für die Linderung der Erkrankung werden natürlich zunächst die Ursachen in Angriff genommen. Gesunde Ernährung und die kontinuierliche Steigerung der sportlichen Aktivitäten stehen bei der Basistherapie immer im Vordergrund. Der Patient soll so lange wie möglich die Ursachen bekämpfen, bevor Tabletten oder eine Insulintherapie zum Einsatz kommen. Das Spritzen von Insulin soll sogar die allerletzte Möglichkeit darstellen, um die Symptome zu lindern. Wichtig ist, dass die Patienten eine Schulung im Umgang mit der Erkrankung erhalten, denn eine radikale Kur sowie sportliche Überlastung kann sehr empfindliche Folgen nach sich ziehen. Man muss ihn über mögliche Konsequenzen informieren und langsam an die Änderung der neuen Lebensweise heranführen.
Die neue Lebensweise sollte natürlich eine gute Mischung aus Sport und gesunder Ernährung sein, wobei man genauestens darauf achten muss, dass der Körper mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. Die Ausgewogenheit von Kohlenhydraten und Proteinen kann von zuständigen Ärzten genauestens ermittelt werden. Diese Aufstellung eines Ernährungsplanes wird zu einem wichtigen Instrument der Basistherapie für Diabetes. Erst wenn Sport und gesunde Ernährung nicht mit dem gewünschten Erfolg anschlagen, sollte man auf eine medikamentöse Behandlung zurückgreifen.